Apfelstrudel selber machen: Strudelteig ausziehen und Füllung mit Rosinen
Apfelstrudel mit selbstgemachtem Strudelteig: Teig ausziehen, Äpfel, Zimt, Semmelbrösel und Rosinen füllen, backen. Mit Mengen, Tipps und Vanillesoße.
250 g Mehl, 1 Ei, 125 ml lauwarmes Wasser, 2 EL Öl und 1 Prise Salz zu einem glatten Teig kneten, 30 Minuten ruhen lassen und hauchdünn ausziehen. Mit gerösteten Bröseln, 1 kg Apfelscheiben, Zucker, Zimt und Rosinen belegen, einrollen, mit Butter bestreichen und bei 190 °C etwa 35 Minuten goldbraun backen.
Der Apfelstrudel ist eine der berühmtesten Mehlspeisen Österreichs und Süddeutschlands. Der Teig wird so dünn gezogen, dass man eine Zeitung durch ihn lesen könnte – so lautet jedenfalls ein bekanntes Bild. Mit etwas Geduld gelingt das auch zu Hause.
Wer weniger Zeit hat, greift zu fertigem Strudelteig aus dem Kühlregal. Hier beschreiben wir den selbstgemachten Teig, der mit Übung überraschend einfach ist.
Der Strudelteig

Wichtig ist ein glatter, weicher und gut gekneteter Teig. Er darf nicht kleben, aber auch nicht trocken sein. Das Kneten über 8–10 Minuten macht ihn elastisch.
Nach dem Kneten wird der Teig zur Kugel geformt, dünn mit Öl bestrichen und unter einer vorgewärmten Schüssel mindestens 30 Minuten ruhen gelassen. Diese Ruhe macht ihn dehnbar.
- 250 g glattes Weizenmehl (Type 405)
- 1 Ei (Größe M)
- ca. 125 ml lauwarmes Wasser
- 2 EL neutrales Öl plus etwas zum Bestreichen
- 1 Prise Salz
Die Füllung
Die klassische Füllung ist einfach und frisch.
- 1 kg säuerliche Äpfel, zum Beispiel Boskoop oder Elstar
- 80 g Zucker und 1 TL Zimt
- 50 g Rosinen, eingeweicht in Rum oder Apfelsaft
- 50 g Butter und 60 g Semmelbrösel
- 1 EL Zitronensaft
- Butter zum Bestreichen, Puderzucker zum Bestäuben
Teig ausziehen
Ein großes Küchentuch bemehlen und den Teig darauf zunächst mit dem Nudelholz ausrollen. Dann den Teig über die bemehlten Handrücken legen und vorsichtig von der Mitte nach außen dehnen, ohne Löcher zu reißen. Ringe und Uhren vorher ablegen.
Der Teig sollte am Ende nahezu durchsichtig sein, rund 60 × 40 cm groß. Dicke Ränder abschneiden.
Tipp: Reißt der Teig, lässt sich das Loch einfach mit einem Stück Teig und etwas Wasser flicken. Beim Einrollen fällt es nicht auf.
Füllen und Einrollen

So gehen Sie vor:
- Butter in einer Pfanne zerlassen, Semmelbrösel darin goldgelb rösten, abkühlen lassen.
- Äpfel schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden, mit Zitronensaft, Zucker, Zimt und Rosinen mischen.
- Den ausgezogenen Teig mit zerlassener Butter bestreichen und mit den Bröseln bestreuen, dabei einen Rand frei lassen.
- Die Äpfel auf dem unteren Drittel verteilen. Die Seitenränder einschlagen.
- Mithilfe des Tuches den Strudel einrollen und mit der Naht nach unten auf ein Blech mit Backpapier legen.
- Mit Butter bestreichen und bei 190 °C Ober-/Unterhitze etwa 35 Minuten backen, zwischendurch erneut mit Butter bestreichen.
Servieren
Den Strudel kurz abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. Warm schmeckt er am besten, klassisch mit Vanillesoße oder einer Kugel Vanilleeis.
Im Kühlschrank hält er zwei Tage, zum Aufwärmen 10 Minuten bei 160 °C in den Ofen.
Häufige Fragen
Welche Äpfel eignen sich für Apfelstrudel?
Säuerliche, feste Sorten wie Boskoop, Elstar oder Braeburn. Sie behalten Form und Aroma beim Backen.
Wozu die Semmelbrösel?
Sie nehmen den Apfelsaft auf, damit der Teig nicht durchweicht.
Kann ich fertigen Strudelteig verwenden?
Ja. Er ist im Kühlregal erhältlich. Nach Packungsangabe verarbeiten, die Füllung bleibt gleich.
Wie bewahre ich Strudel auf?
Abgedeckt im Kühlschrank ein bis zwei Tage. Vor dem Essen im Ofen kurz aufbacken, damit der Teig wieder knusprig wird.
Anzeige
Allgemeine Informationen. Bitte Herstellerangaben und Etiketten beachten.
Weiterlesen

Eischnee schlagen: So wird er steif und bleibt stabil
Eischnee gelingt mit sauberer Schüssel, Zimmertemperatur und einer Prise Salz. Schritt für Schritt, typische Fehler und was zu tun ist, wenn er nicht steif wird.

Rührkuchen Grundrezept: 4 Zutaten, viele Varianten
Rührkuchen nach der Vierer-Regel: gleiche Mengen Butter, Zucker, Eier und Mehl. Mit Mengen für Kastenform und Gugelhupf, Backzeit und Abwandlungen.

Mürbeteig Grundrezept: 3-2-1-Regel, Ruhezeit und typische Fehler
Mürbeteig gelingt mit kalter Butter und wenig Kneten: Grundrezept nach 3-2-1-Regel, Süß- und herzhafte Variante, Blindbacken und was bei Rissen hilft.
