Schwäbischer Kartoffelsalat: lauwarm, mit Brühe und Essig
Schwäbischer Kartoffelsalat ohne Mayonnaise: lauwarme Pellkartoffeln, heiße Brühe, Essig und Zwiebeln – mit Mengen, Kartoffelwahl und Tipps zur Konsistenz.

1 kg festkochende Kartoffeln als Pellkartoffeln garen, noch warm pellen und in Scheiben schneiden. 200 ml heiße Fleisch- oder Gemüsebrühe, 3 EL Essig, 1 fein gewürfelte Zwiebel, 4 EL Öl, 1 TL Senf, Salz und Pfeffer verrühren, über die Kartoffeln gießen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Lauwarm servieren.
Der schwäbische Kartoffelsalat unterscheidet sich vom norddeutschen vor allem durch das, was fehlt: Mayonnaise. Stattdessen sorgen heiße Brühe, Essig und Öl für eine feuchte, glänzende Marinade, die tief in die Kartoffelscheiben einzieht.
Das Gericht lebt von wenigen Zutaten. Umso wichtiger sind die richtige Kartoffelsorte, das Schneiden im warmen Zustand und etwas Geduld beim Durchziehen.
Welche Kartoffeln eignen sich?
Verwenden Sie festkochende Sorten. Sie behalten beim Schneiden ihre Form und werden nicht mehlig. Auf der Verpackung steht meist „festkochend“ oder die Kochtypbezeichnung A. Vorwiegend festkochende Sorten (Typ B) funktionieren ebenfalls, der Salat wird dann etwas cremiger.
Mehlig kochende Kartoffeln zerfallen in der Marinade und ergeben eher einen Brei als einen Salat.
Zutaten für 4 Portionen

Die Mengen reichen als Beilage für vier Personen.
- 1 kg festkochende Kartoffeln
- 1 mittelgroße Zwiebel (ca. 80 g)
- 200 ml Fleisch- oder Gemüsebrühe
- 3–4 EL Weißweinessig oder milder Kräuteressig
- 4 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1/2 TL Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker
- Frischer Schnittlauch zum Bestreuen
Zubereitung Schritt für Schritt
Der wichtigste Punkt: Die Kartoffeln werden warm geschnitten und mit heißer Marinade übergossen.
- Kartoffeln waschen und mit Schale in Salzwasser je nach Größe 20–25 Minuten garen. Mit einem Messer prüfen, ob sie weich sind.
- Abgießen, kurz ausdampfen lassen und noch warm pellen. Eine Gabel zum Festhalten schützt die Finger.
- In etwa 3–4 mm dicke Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben.
- Zwiebel sehr fein würfeln und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Senf in einer kleinen Schüssel verrühren.
- Die Brühe aufkochen, mit dem Essig zu den Zwiebeln geben, kurz verrühren und sofort über die warmen Kartoffeln gießen.
- Vorsichtig wenden, damit die Scheiben nicht brechen. Das Öl zuletzt unterheben.
- Mindestens 30 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abschmecken und mit Schnittlauch bestreuen.
Tipp: Wirkt der Salat nach dem Ziehen zu trocken, einfach noch einen Schuss heiße Brühe nachgießen. Die Kartoffeln saugen die Flüssigkeit anfangs stark auf.
Warm oder kalt servieren?

Traditionell isst man den schwäbischen Kartoffelsalat lauwarm, zum Beispiel zu Wiener Schnitzel, Würstchen oder Frikadellen. Er schmeckt aber auch kalt, etwa beim Grillen.
Wenn der Salat über Nacht im Kühlschrank steht, nimmt er weitere Flüssigkeit auf. Vor dem Servieren etwas Brühe, Essig und Öl auffrischen und kurz Zimmertemperatur annehmen lassen.
Varianten und Abwandlungen
Viele Familien ergänzen den Salat um ausgelassene Speckwürfel, Gewürzgurkenscheiben oder einen Teelöffel Gurkenwasser. Auch Radieschen oder Feldsalat sind verbreitet.
Wer Zwiebeln roh zu scharf findet, übergießt die Würfel kurz mit heißem Wasser oder lässt sie in der heißen Brühe ein paar Minuten ziehen.
Lagerung und Lebensmittelsicherheit
Kartoffelsalat ohne Mayonnaise ist weniger anfällig als Varianten mit Ei und Mayo, gehört aber trotzdem bei Zimmertemperatur nicht stundenlang auf den Tisch, besonders im Sommer. Nach spätestens zwei Stunden im Freien sollte er in den Kühlschrank.
Im Kühlschrank hält sich der Salat in einem geschlossenen Behälter etwa zwei bis drei Tage. Bei säuerlichem oder muffigem Geruch entsorgen.
Rezeptkarte
Zutaten
- 1 kg festkochende Kartoffeln
- 1 Zwiebel (ca. 80 g)
- 200 ml heiße Brühe
- 3–4 EL Essig
- 4 EL Öl
- 1 TL Senf
- Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker
- Schnittlauch
Zubereitung
- Kartoffeln mit Schale 20–25 Minuten in Salzwasser garen.
- Noch warm pellen und in 3–4 mm dicke Scheiben schneiden.
- Zwiebelwürfel mit Senf, Salz, Pfeffer und Zucker verrühren, heiße Brühe und Essig zugeben.
- Marinade über die Kartoffeln gießen, Öl unterheben.
- 30 Minuten ziehen lassen, abschmecken und mit Schnittlauch servieren.
Häufige Fragen
Warum ist mein Kartoffelsalat schmierig?
Meist wurden mehlig kochende Kartoffeln verwendet oder die Scheiben beim Wenden zu stark gerührt. Festkochende Sorten nehmen und die Marinade nur vorsichtig unterheben.
Kann ich Kartoffelsalat am Vortag zubereiten?
Ja. Er schmeckt nach dem Durchziehen oft sogar besser. Vor dem Servieren mit etwas Brühe und Essig nachwürzen.
Welche Brühe passt am besten?
Klassisch ist Fleischbrühe, Gemüsebrühe geht genauso gut und macht den Salat vegetarisch.
Wie lange hält sich Kartoffelsalat im Kühlschrank?
In einem verschlossenen Behälter etwa zwei bis drei Tage. Bei Veränderung im Geruch oder Aussehen nicht mehr essen.
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Allgemeine Informationen. Bitte Herstellerangaben und Etiketten beachten.
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