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Kartoffelsorten: Festkochend, vorwiegend festkochend oder mehlig?

Welche Kartoffel für welches Gericht? Kochtypen A, B und C erklärt, mit Zuordnung zu Salat, Pellkartoffeln, Püree, Klößen und Bratkartoffeln – plus Lagertipps.

Küchenmeister Redaktion1. November 20262 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

Festkochende Kartoffeln (Typ A) eignen sich für Salat, Pellkartoffeln und Gratin. Vorwiegend festkochende (Typ B) passen für Salzkartoffeln, Bratkartoffeln und Rösti. Mehligkochende (Typ C) sind die beste Wahl für Püree, Suppen, Klöße und Gnocchi, weil sie beim Garen locker zerfallen.

Auf Kartoffelverpackungen steht meist ein Kochtyp: festkochend, vorwiegend festkochend oder mehligkochend. Das ist keine Spielerei, sondern entscheidet, ob ein Gericht gelingt. Ein Kartoffelsalat aus mehligen Kartoffeln zerfällt, ein Püree aus festkochenden wird zäh.

Der Kochtyp hängt vom Stärkegehalt ab. Mehr Stärke bedeutet lockere, trockene Kartoffeln, weniger Stärke feste und feuchte.

Typ A: festkochend

Festkochende Kartoffeln haben einen niedrigen Stärkegehalt und ein feuchtes, dichtes Fruchtfleisch. Sie behalten beim Kochen ihre Form, bleiben fest und lassen sich in Scheiben schneiden.

Verwenden Sie sie für Kartoffelsalat, Pellkartoffeln, Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln, Gratin und Ofengemüse. Bekannte Sorten sind etwa Linda, Sieglinde und Annabelle. Welche Sorten Sie finden, hängt von Saison und Region ab.

Typ B: vorwiegend festkochend

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Foto: Antara Verma / Pexels

Die Mittelgruppe ist der Allrounder. Sie ist weich genug für Püree, aber fest genug für Salzkartoffeln und Bratkartoffeln.

Für Rösti, Kartoffelpuffer, Kroketten oder Ofenkartoffeln ist Typ B oft die beste Wahl, weil die Kartoffeln beim Braten außen knusprig und innen weich werden. Diese Kategorie ist im Supermarkt am häufigsten vertreten.

Typ C: mehligkochend

Mehligkochende Kartoffeln haben viel Stärke. Beim Garen platzt die Schale auf, und das Fruchtfleisch wird trocken und locker.

Sie sind ideal für Kartoffelpüree, Kartoffelsuppe, Klöße, Gnocchi und gebackene Kartoffeln. Für Salat oder Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln sind sie ungeeignet, weil sie zerfallen.

Übersicht: Welche Kartoffel wofür?

Appetizing golden French fries arranged in a presentation basket on a plate.
Foto: Luis Felipe Pérez / Pexels

Die wichtigsten Gerichte im Überblick:

  • Kartoffelsalat, Pellkartoffeln, Gratin: festkochend
  • Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Ofenkartoffeln, Rösti: vorwiegend festkochend
  • Püree, Kartoffelsuppe, Gnocchi, Klöße: mehligkochend
  • Pommes aus dem Ofen: vorwiegend festkochend oder mehlig

Tipp: Steht kein Kochtyp auf der Verpackung, hilft ein Blick auf die Sortenbezeichnung oder eine Frage im Laden. Im Zweifel greifen Sie zu vorwiegend festkochenden Kartoffeln.

Richtig lagern

Lagern Sie Kartoffeln dunkel, kühl (ca. 4–8 °C) und luftig, nicht im Kühlschrank, weil Kälte die Stärke in Zucker umwandelt. Licht fördert die Bildung von grünen Stellen mit dem Giftstoff Solanin.

Grüne Stellen und Keime großzügig entfernen. Stark grüne oder bitter schmeckende Kartoffeln nicht essen.

Häufige Fragen

Kann ich festkochende Kartoffeln fürs Püree nehmen?

Möglich, aber das Püree wird zäher und weniger locker. Besser vorwiegend festkochende oder mehlige Sorten verwenden.

Warum sind meine Bratkartoffeln matschig?

Entweder waren die Kartoffeln zu mehlig oder die Pfanne zu voll. Weniger auf einmal braten und vorwiegend festkochende Sorten wählen.

Muss ich Kartoffeln vor dem Kochen schälen?

Nicht zwingend. Für Pellkartoffeln und Salat bleibt die Schale dran, sie lässt sich nach dem Kochen leicht abziehen.

Wie erkenne ich eine verdorbene Kartoffel?

Weiche, faulige oder stark grüne Stellen und ein muffiger Geruch sind Zeichen. Solche Kartoffeln entsorgen.

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Allgemeine Informationen. Bitte Herstellerangaben und Etiketten beachten.

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