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Rindergulasch: Rezept mit Paprika, Zwiebeln und viel Zeit

Rindergulasch klassisch: Wadenfleisch, viele Zwiebeln, Paprika edelsüß, langes Schmoren – mit Mengen, Garzeit und Tipps für eine sämige Soße ohne Mehl.

Küchenmeister Redaktion1. November 20262 Min. Lesezeit

Kurz erklärt

1 kg Rindergulasch (Wade oder Schulter) in Würfeln scharf anbraten, 800 g Zwiebeln glasig schmoren, 2 EL Paprikapulver edelsüß und 2 EL Tomatenmark kurz mitrösten, mit Rinderbrühe aufgießen und zugedeckt bei schwacher Hitze 2 bis 2,5 Stunden köcheln. Die Zwiebeln binden die Soße von selbst. Mit Salz, Pfeffer und Majoran abschmecken.

Gulasch gehört zu den beliebtesten Schmorgerichten im deutschsprachigen Raum. Die deutsche Variante ist stärker eingekocht als das ungarische Gulyás und wird mit Nudeln, Kartoffeln oder Spätzle serviert.

Das Geheimnis liegt in drei Dingen: genug Zwiebeln, wenig Hitze und viel Zeit. Mehl zum Binden ist nicht nötig.

Das richtige Fleisch

Für Gulasch eignet sich Fleisch mit etwas Bindegewebe, zum Beispiel Rinderwade, Schulter oder Hals. Beim Schmoren löst sich das Bindegewebe auf und macht das Fleisch zart und die Soße sämig.

Mageres Fleisch wie Filet oder Rumpsteak wird beim langen Garen trocken. Schneiden Sie die Würfel nicht zu klein, etwa 3 × 3 cm, sie schrumpfen noch.

Zutaten für 4–6 Portionen

Close-up of diced onions on a wooden board, ideal for culinary and cooking themes.
Foto: Christina & Peter / Pexels

Planen Sie genug Zwiebeln ein: etwa 800 g auf 1 kg Fleisch.

  • 1 kg Rindergulasch
  • 800 g Zwiebeln
  • 3 EL Öl oder Schmalz
  • 2 EL Paprikapulver edelsüß, 1 TL Paprika rosenscharf (optional)
  • 2 EL Tomatenmark
  • ca. 600 ml Rinderbrühe
  • 1 Knoblauchzehe, 1 TL getrockneter Majoran, 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer, 1 TL Kümmel

Zubereitung

Planen Sie knapp drei Stunden ein, davon sind nur 30 Minuten aktive Arbeit.

  1. Fleisch trocken tupfen und portionsweise in heißem Fett rundum kräftig anbraten. Herausnehmen.
  2. Zwiebeln in Würfel schneiden und im Bratfett bei mittlerer Hitze 10 Minuten goldgelb dünsten.
  3. Topf kurz vom Herd nehmen, Paprikapulver und Tomatenmark einrühren, kurz mitrösten und sofort mit etwas Brühe ablöschen. Paprikapulver wird bei zu hoher Hitze bitter.
  4. Fleisch zurück in den Topf geben, Brühe, Knoblauch, Majoran, Kümmel und Lorbeer zufügen.
  5. Zugedeckt bei schwacher Hitze 2 bis 2,5 Stunden schmoren lassen, gelegentlich umrühren. Bei Bedarf Brühe nachgießen.
  6. Zum Schluss ohne Deckel noch 10 Minuten einkochen, abschmecken.

Tipp: Beim Aufwärmen am nächsten Tag schmecken die Aromen oft runder. Das Gulasch dabei gründlich durchkochen, mindestens 70 °C im Kern.

Beilagen und Varianten

A rustic cooking setup with steaming pots and pans over an open flame.
Foto: Le Thanh Huyen / Pexels

Gulasch passt zu Spätzle, Salzkartoffeln, Semmelknödeln, Bandnudeln oder frischem Brot. Ein Klecks Saure Sahne und eingelegte Gurken runden das Gericht ab.

Für ein Szegediner Gulasch ergänzen Sie Sauerkraut, für Kartoffelgulasch Würfel von festkochenden Kartoffeln 30 Minuten vor Ende der Garzeit.

Aufbewahren und einfrieren

Gulasch hält sich im Kühlschrank etwa drei Tage. Im Gefrierfach lässt es sich portionsweise bis zu drei Monate lagern. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und dann vollständig erhitzen.

Häufige Fragen

Warum ist mein Gulasch zäh?

Entweder war das Fleisch zu mager oder es hat nicht lange genug geschmort. Bei schwacher Hitze weitergaren, bis die Würfel zerfallen, wenn man sie drückt.

Muss ich Mehl zum Binden nehmen?

Nein. Die vielen Zwiebeln zerfallen beim Schmoren und binden die Soße. Wenn nötig, ohne Deckel einkochen.

Kann ich Gulasch im Backofen zubereiten?

Ja, im geschlossenen Bräter bei etwa 150 °C für 2 bis 2,5 Stunden.

Welches Paprikapulver ist richtig?

Edelsüß als Basis, nach Belieben mit rosenscharfem ergänzen. Paprika nie in sehr heißem Fett rösten, sonst schmeckt er bitter.

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Allgemeine Informationen. Bitte Herstellerangaben und Etiketten beachten.

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